Rheinfelden

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Die feisse Geiss

Glockenspiel im Rumpel
Dass der Schwache den Starken besiege, der Kleine den Grossen an der Nase herumführe – das ist ein alter Menschheitstraum. Zumal es ja auch zu allen Zeiten viel mehr «Kleine» als «Grosse» gegeben hat. Besonders in der Not wird der Traum geträumt, und so sind aus der Zeit des Dreissigjährigen Krieges viele Sagen mit diesem gleichen Strickmuster überliefert: Findiger Bürger kommt auf einen Trick, wie man den hoffnungslos überlegenen Belagerer zum Abzug bewegt. In Augsburg zum Beispiel war’s ein Bäcker, der aus Sägemehl Brote backte und sie über die Mauer warf. Dass die Augsburger scheinbar noch genug Brot hatten, um es auf diese Weise verwüsten zu können, demoralisierte die Schweden und liess sie das Weite suchen. In Rheinfelden war der Nothelfer ein Schneider. Er nähte sich in das Fell des letzten geschlachteten Ziegenbocks und spazierte meckernd auf der Stadtmauer herum. Der Anblick des vermeintlich gut gemästeten Tiers gab den ohnehin belagerungsmüden Schweden den Rest.

Beim «Schiefen Eck» an der Rumpelgasse erinnern ein Glockenspiel und ein Wandbild an den Helden. Den Geissen aber ist in Rheinfelden eine eigene Gasse gewidmet, und ihre Abbilder aus Stein oder Kunststoff sieht man an vielen Orten in der Altstadt.

Glockenspiel im Rumpel:
täglich 09.00 Uhr, 12.00 Uhr, 15.00 Uhr und 17.00 Uhr

Das Glockenspiel wird vom 19. Februar bis 4. April 2018 ausser Betrieb sein. Währenddessen kann das Schauspiel hier als Video bestaunt werden.