Rheinfelden

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Schelmengässlein

Schelmengässlein
Wenn man von Gassen in Rheinfelden spricht, muss man auch das nur wenige Meter lange Schelmengässlein erwähnen. Schräg vis-à-vis des Rathauses führt es von der Marktgasse zum Rumpel. In der Mitte hat es einen steinernen Bogen (der das älteste erhaltene Wappen der Grafen von Rheinfelden aus dem 12. oder 13. Jahrhundert trägt), und darunter befindet sich eine kleine steinerne Bank. Wenn einem Insassen des Polizeigefängnisses, das sich im Erdgeschoss des Rathauses befand, die Flucht gelang, und wenn er sich ins Schelmengässlein retten konnte, dann durfte er so lange nicht wieder in Haft genommen werden, wie er auf dieser Bank sass. Dieses – angeblich verbriefte – Asyl verschaffte dem armen Sünder allerdings nur eine Verschnaufpause, keine dauerhafte Verschonung. Denn wie sollte er es längere Zeit auf dieser Steinbank aushalten?