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Mit viel Liebe gestaltet

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Bei einem Bummel durch Rheinfelden fällt immer wieder auf, wie unterschiedlich die verschiedenen Geschäfte ihre Schaufenster gestalten. Oftmals stecken die Ladenbesitzer und -besitzerinnen viel Liebe in Details, denn das Schaufenster ist die Visitenkarte ihres Geschäfts. Wir haben mit ein paar Detaillisten gesprochen. 

«Ich habe sehr viel Freude daran, mein Schaufenster immer wieder neu zu gestalten. Für mich ist es auch eine meditative und beruhigende Arbeit. Da kann ich alles, was sonst noch läuft, ausblenden», sagt Melissa Biedert vom Atelier «CouCou». «Im Vorfeld mache ich mir bereits Gedanken, wie das Fenster aussehen soll. Vieles entsteht aber auch während des Gestaltens.» Sie achtet darauf, dass das Fenster nicht «überladen» ist und dass alle Produkte mit einem Preis deklariert sind. 

«Das Schaufenster ist die Visitenkarte des Geschäfts und sagt viel darüber aus, was die Kundinnen und Kunden im Laden erwartet», ist Melissa Biedert überzeugt.

Das Schaufenster von CouCou liebevoll und frühlingshaft dekoriert.
— «Das Schaufenster ist die Visitenkarte des Geschäfts und sagt viel darüber aus, was die Kundinnen und Kunden im Laden erwartet», sagt Melissa Biedert vom Atelier «CouCou».

Vorausplanen

Auch Claudine Hirt von «trag-werke» legt viel Wert auf die Gestaltung ihres Schaufensters. «Es ist das Aushängeschild», sagt sie. Es sei ihr immer wichtig, einen Blickfang im Schaufenster auszustellen. Über die jeweiligen Gestaltungen macht sie sich früh schon Gedanken. 

«Manchmal gehe ich auf die Suche nach speziellen Ideen, manchmal kommen sie mir einfach so in den Sinn.» 

Wichtig sei, dass die Schaufenstergestaltung regelmässig gewechselt werde. «Es ist für die Passanten und Passantinnen nicht attraktiv, wenn das Schaufenster immer gleich aussieht.» Speziell bei saisonal gestalteten Fenstern, wie zum Beispiel an Ostern oder an Weihnachten, sei es wichtig, das Fenster direkt nach dem entsprechenden Feiertag wieder zu wechseln. 

Schaufenster von Tragwerke mit Osterhasendekoration.
— Claudine Hirt von «trag-werke» macht sich immer im Vorfeld schon viele Gedanken über die Gestaltung ihrer Schaufenster.

Weniger ist mehr

Für Andrea und Nina Isenegger von der Papeterie Isenegger ist die Schaufenstergestaltung ebenfalls ein wichtiges Thema. 

«Es braucht viel Zeit, aber wir nehmen uns diese Zeit sehr gerne», betont Nina Isenegger. 

«Das Schaufenster ist unsere Visitenkarte und repräsentiert unser Geschäft sehr stark.» Sie achten beim Gestalten des Schaufensters darauf, dass es einen Blickfang gibt, der dann mit verschiedenen kreativen Ideen ergänzt wird. Gerne zeigen sie Neuheiten, Aktionen oder trendige Artikel im Schaufenster. «Für uns ist es wichtig, dass die Produkte gut zur Geltung kommen und das Fenster nicht ‹überladen› wirkt. Manchmal ist weniger mehr.»

Das dekorierte Schaufenster der Isenegger Papeterie mit Osterhasen und Origami.
— Frühlingsfarben, Origami und ein paar Osterhasen: das geschmackvolle Schaufenster der Papeterie Isenegger

Details entdecken

Philipp Plattner von Plattner Optik legt ebenfalls sehr grossen Wert auf die Gestaltung seines Schaufensters, die ihm auch viel Spass macht. 

«Es soll witzig und lustig sein. Das Fenster soll lebendig wirken und die Kundinnen und Kunden dazu einladen, in den Laden zu kommen. Schön ist auch, wenn die Passanten und Passantinnen beim Bestaunen des Fensters verschiedene Details entdecken können. Wir haben auch schon Wettbewerbe durchgeführt…», erklärt Philipp Plattner.

Bei Plattner Optik ist es seit Jahren eine Dekorateurin - ursprünglich aus Rheinfelden, mittlerweile wohnt sie in Basel – welche die Schaufenster alle sechs bis sieben Wochen neugestaltet.

Schaufenster von Plattner Optik dekoriert mit Osterhasen.
— Viele witzige Details sind im Schaufenster von Plattner Optik zu entdecken.

Nach dem Gespräch mit den verschiedenen Ladenbesitzerinnen und Ladenbesitzern wird klar, wie viel Herzblut und Zeit sie in ihre Schaufenster investieren. Ja, es ist die Visitenkarte des Geschäfts, und der erste Eindruck zählt. 

Vielleicht schauen Sie die Schaufenster bei ihrem nächsten Städtlibummel nochmals mit ganz anderen Augen an?

 
 
Janine Tschopp ist freie Journalistin. Sie schreibt unter anderem regelmässig für die Neue Fricktaler Zeitung, das Kulturmagazin «2x Rheinfelden» und das Rheinfelder Weihnachtsmagazin.

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