Inseli Luftaufnahme Altstadt

Das Inseli im neuen Glanz

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Es ist der Lieblingsort vieler Menschen, die in Rheinfelden und der Region leben. Ein Ort, wo man die Seele baumeln lassen kann und sich fühlt wie in den Ferien. Das Inseli ist in den letzten Monaten saniert worden. Rolf Banz hat die Arbeiten als Projektleiter vom Stadtbauamt Rheinfelden begleitet.

Egal, zu welcher Tages- und Jahreszeit ich das Inseli betrete. Das kann frühmorgens, nach einem strengen Arbeitstag oder auch am Wochenende sein. Immer kommt eine ganz spezielle Stimmung in mir auf, und ich fühle mich wie in den Ferien. Der Alltag ist von einem Moment auf den anderen ganz weit weg, und ich geniesse einfach die schöne Natur. An diesem Nachmittag hat es nur wenige Leute auf dem Inseli und schnell finde ich meinen Gesprächspartner, der mir ganz viel über das Inseli und die Sanierungsarbeiten, die in den letzten Monaten hier stattgefunden haben, erzählt.

Rolf Banz ist Projektleiter Tiefbau bei der Stadt Rheinfelden und hat den Umbau begleitet.

«Jetzt sollte alles noch ein bisschen grüner werden», sagt er und erzählt, dass im Zuge der Sanierung auch neun neue Bäume und rund 500 Stecklinge gepflanzt wurden.

Rolf Banz auf dem Inseli in Rheinfelden
— Rolf Banz, Projektleiter Tiefbau, hat den Umbau begleitet.

Auf zu neuen Ufern

Die Instandsetzung des Ufers gehörte zu den Hauptarbeiten bei der Inseli-Sanierung. So wurden Treppenstufen aus Kalksandstein-Blöcken gebaut, welche den Zugang zum Rhein vereinfachen.

«Damit die Sitzstufen für alle Besuchenden benutzbar sind, werden wir an einigen Stellen noch zusätzliche Stufen mit geringerer Höhe einbauen», erklärt Rolf Banz.

Die Steinkörbe mit den Metalldrähten, die früher das Inseli sicherten, waren in die Jahre gekommen, und es war aufgrund der Verletzungsgefahr höchste Zeit, diese zu ersetzen.

Bei der Sanierung hat man nicht nur den Bedürfnissen der Menschen, sondern auch den tierischen Besuchern Rechnung getragen. So wurden neben den rund 670 Tonnen Quader für die Treppenstufen auch 925 Tonnen formwilde Steine verbaut.

Eine Entenfamilie macht Halt beim Inseli in Rheinfelden
— Die formwilden Steine bieten tierischen Besuchern Schutz vor der Strömung.

Damit sich unsere tierischen Mitbewohner wohlfühlen und sie Schutz vor der Strömung finden können, sind auf dem Inseli auch Wurzelstöcke, Totholz und verschiedene Holzverbauungen platziert worden.

Neben der Uferverbauung und den neuen Bäumen und Pflanzen, gehört auch die Oberflächengestaltung zu den wichtigen Arbeiten in Zusammenhang mit der Inseli-Sanierung. Früher gab es im Zentrum des Inselis einen Pfad. Dieser verlief auf einer einbetonierten Leitung, welche zur Inselspitze flussabwärts führte und dort ein Signal mit Energie versorgte. Neu wurden Mergelwege angelegt, die zu den verschiedenen Uferstellen führen.

Ein halbes Jahr Bauzeit

Die Bauzeit begann am 9. September 2024 und am 24. März 2025 wurde das Inseli für die Bevölkerung wieder geöffnet.

«Die Witterung, Hochwasser und Schnee verzögerten die Arbeiten um zirka sechs Wochen», berichtet Rolf Banz.

Die Bauherren der Sanierung, welche rund 950 000 Franken gekostet hat, waren das Kraftwerk Augst, das Kraftwerk Wyhlen sowie die Stadt Rheinfelden.

Hochwasser lässt das Inseli fast vollständig verschwinden.
— Schnee und Hochwasser haben den Umbau des Inseli erschwert.

Der Projektleiter scheint mit der Inseli-Sanierung zufrieden zu sein. Klar ist, dass das Inseli lebt und auch in Zukunft immer wieder einmal Hochwasser-Situationen standhalten muss.

Klar ist auch, dass es weiterhin der Lieblingsplatz vieler Menschen und Tiere sein wird. Hier kann man schwimmen, ausruhen, geniessen… einfach die Seele für ein paar Momente baumeln lassen.

«Es wäre schön, wenn alle Besucher und Besucherinnen das Inseli so hinterlassen wie sie es selber antreffen wollen. Nämlich sauber und ohne liegengelassenen Müll», wünscht sich Rolf Banz.

Der neue Pfad auf dem Inseli.
— So lässt sich das Inseli am besten geniessen – sauber und frei von Müll.

So verweile ich nach dem Gespräch noch ein wenig bei diesem schönen Platz, geniesse den Rhein, die Natur und beobachte die Entenfamilie. Die Enten, welche dem Inseli während des ganzen Umbaus treu geblieben sind und mitten in der Baustelle ihre Eier ausgebrütet haben.

Das Entennest mit den Eiern die während der Bauarbeiten ausgebrütet wurden.
— Unbeeindruckt vom Umbau: Die Enten hielten dem Inseli die Treue und brüteten ihre Eier mitten in der Baustelle aus.

Sie sind froh, dass auf ihrem Inseli wieder ein bisschen Ruhe eingekehrt ist. Ruhe, die bald vorbei sein wird. Nämlich dann, wenn Wärme und Sommer kommen und wieder viele Inseli-Liebhaber an diesen schönen Ort strömen werden…

 
 
Janine Tschopp ist Freie Journalistin. Sie schreibt unter anderem regelmässig für die Neue Fricktaler Zeitung, das Kulturmagazin «2x Rheinfelden» und das Rheinfelder Weihnachtsmagazin.