Die Adventsfenster vom Schulhaus Hugenfeld aus dem Jahr 2018.

Ein bunter Blickfang im Städtli

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Die farbig leuchtenden Fenster beim Hugenfeld-Schulhaus sind im Advent immer ein wunderschöner Blickfang und werden von allen Passanten bestaunt und fotografiert. Seit ich eine Schulklasse beim Basteln besucht und mit den Mitgliedern der Arbeitsgruppe gesprochen habe, kann ich besser abschätzen, wieviel Arbeit hinter diesen schönen Adventsfenstern steckt.

10-9-8-7-6-5-4-3-2-1-0. Nach dem Countdown, bei welchem alle Kinder, Eltern und Lehrpersonen mitzählen, erleuchten die Fenster im 2. Stock des Schulhauses in den schönsten Farben. Kurze Zeit später geht der Countdown wieder los und die Fenster des 1. Stocks leuchten ebenfalls. Dann nochmals ein Countdown bis 24 Fenster des Hugenfeld-Schulhauses in die Nacht hinaus strahlen.

Die Kinder sind ganz aufgeregt, um schnell die Kunstwerke zu finden, welche sie in ihrer Klasse gestaltet haben, und diese ihren Eltern zu zeigen.

«Wenn dann die Beleuchtung angeht, kommen die Kinder richtig ins Staunen und sind stolz, wenn sie ‹ihre› Fenster finden und sie der Familie zeigen können», erzählt Simone Ehrensperger vom Kindergarten Altstadt 2.

Bild von Christine Rudin, Monika Hübscher und Simone Ehrensperger
— Die Arbeitsgruppe «Adventsfenster» mit Christine Rudin (von links), Simone Ehrensperger und Monika Hübscher.

Erstes Treffen vor den Sommerferien

Gemeinsam mit den Lehrpersonen Christine Rudin und Monika Hübscher bildet Simone Ehrensperger die Arbeitsgruppe, welche sich seit einigen Jahren um die Adventsfenster beim Hugenfeld-Schulhaus kümmert. «Wenn es noch ganz heiss ist, kurz vor den Sommerferien, treffen wir uns jeweils im Städtli und machen uns über das Thema der Adventsfenster Gedanken», erzählen die drei Frauen. Nach den Sommerferien wird die Umsetzung konkretisiert, das Material eingekauft und es werden erste Prototypen gestaltet. Die detaillierte Anleitung für die Lehrpersonen wird ebenfalls bald erstellt.

«Wir geben ein paar Sachen vor. So wirken die Fenster am Ende einheitlich und sind trotzdem ganz individuell gestaltet», erklärt Monika Hübscher.

Nach den Herbstferien beginnen dann die Bastelarbeiten in den einzelnen Klassen. «Jede der zwölf Klassen gestaltet zwei Fenster», führt Christine Rudin aus. «Immer wieder haben wir mit den Kindern daran gestüpfelt», erklärt Simone Ehrensperger.

Zwei Schüler basteln fleissig am Adventsfenster ihrer Klasse.
— Die Kinder sind konzentriert bei der Arbeit.

Spiegelungen

Das Thema der diesjährigen Adventsfenster sind «Spiegelungen». Jede Klasse vom Kindergarten bis zu den Viertklässlern konnte vier aus den Motiven Grättimann, Schneemann, Handschuh, Tanne, Sterne und Weihnachtskugeln aussuchen. Das Seidenpapier in den Farben hellgrün, dunkelgrün, goldgelb, orange, rot, blau, violett und pink wurde ebenfalls auf die zwölf Klassen aufgeteilt.

Ein erster Adventsfenster ganz nach dem Motto "Spiegelungen".
— Bei den diesjährigen Kunstwerken für die Adventsfenster geht es um Spiegelungen.

So wurde in den letzten Wochen in den verschiedenen Klassenzimmern also fleissig gezeichnet, geschnitten, gestüpfelt, geklebt und überall sind farbig-schwarze Spiegelbilder in verschiedenen Weihnachtsmotiven entstanden. «Die Kinder basteln gerne», sagt Christine Rudin. Das wurde auch deutlich, als ich eine Klasse beim Basteln der Adventsfenster besuchen durfte. Hochkonzentriert waren die Kinder bei der Arbeit und freuten sich, als ihr Kunstwerk immer mehr Form annahm.

Fleissig am Basteln vom Adventsfenster des Hugenfeld Schulhaus
— Die Adventsfenster beim Hugenfeld-Schulhaus sind immer ein Blickfang und werden von Passanten oft fotografiert.

Für die Arbeitsgruppe und die Lehrpersonen bedeutet das Basteln der Adventsfenster jeweils ein grosser Aufwand. «Aufwand und Ertrag stimmen aber sehr gut», betont Monika Hübscher.

Und Christine Rudin schmunzelt: «Spätestens beim Moment, wenn dann die Fenster erleuchtet sind und alle Kinder ins Staunen kommen, wird man belohnt.»

Am 9. Dezember ist es soweit. Um 17.30 Uhr treffen sich Kinder, Eltern und Lehrpersonen in der Stadtkirche und werden mit einigen Liedern, welche von den Schülerinnen und Schülern gesungen werden, auf die wunderschöne Advents- und Weihnachtszeit eingestimmt. Um 18 Uhr dann erfolgen die Countdowns vor dem Hugendfeld-Schulhaus und die wunderbar gestalteten bunten Fenster erleuchten stockweise bis schliesslich alle in die dunkle Nacht hinaus leuchten.

 
 
Janine Tschopp ist freie Journalistin. Sie schreibt unter anderem regelmässig für die Neue Fricktaler Zeitung, das Kulturmagazin «2x Rheinfelden» und das Rheinfelder Weihnachtsmagazin.

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